Mensch sein heißt...

Antoine de Saint-Exupéry schrieb: "Mensch sein heißt, Verantwortung fühlen, sich schämen beim Anblick einer Not, auch dann, wenn man selber keine Mitschuld an ihr hat, und persönlich einen Stein beitragen, im Bewusstsein mitzuwirken am Bau der Welt."

Von diesem Motto scheint sich Herr Dipl.-Ing. Walter Hingler leiten gelassen zu haben, als er in seinem Testament verfügte, dass sein Nachlass in eine "Erika Hingler-Sieber-Stiftung" eingebracht werden soll. Zweck dieser Stiftung sollte sein, Kindern, die der elterlichen oder familiären Fürsorge zur Gänze oder wesentlich entbehren, in einem Kinderdorf oder einer gleichartigen Einrichtung im Land Salzburg aufwachsen mussten und für die keine anderen ausreichenden finanziellen Mittel zur Finanzierung ihrer Schulausbildung, Weiterbildung oder ihres Studiums vorhanden sind, diese Ausbildung durch eine entsprechende Unterstützung zu ermöglichen.

Seit der Gründung dieser Stiftung konnte im Sinne des Stifters vielen Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht werden, die sie ohne Hilfe der Stiftung nicht erreicht hätten.

So gibt es bereits eine größere Anzahl von MaturantInnen, die die Stiftung begleiten durfte, aber auch mehrere Akademiker, die ihr Studium - ohne nebenbei arbeiten zu müssen - dank der Stiftung absolvieren konnten.
Derzeit befinden sich 14 SchülerInnen und Studierende in der Obhut der Stiftung.

Herrn Dipl. Ing. Walter Hingler kann namens aller bisher Betreuten und aller noch zu Betreuenden posthum nicht genug für all das gedankt werden, was er jenen Kindern und Jugendlichen, die auch in der heutigen Wohlstandsgesellschaft noch sehr benachteiligt sind, Gutes getan hat und noch tut.

Das Stiftungskuratorium wird daher weiterhin im Sinne und im Geiste des Stifters tätig sein und versuchen, vielen Kindern, die nicht auf der Sonnenseite der Gesellschaft stehen, eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen.

Hofrat Dr. Raimund Spruzina
Kuratoriumsvorsitzender